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So verbessern 5G-Netzwerke die Telemedizin und die Gesundheitsergebnisse für Patienten

Die Ausweitung der Telemedizin rettet heute schon Leben

Abbildung von Logitech Produkten für die Weiterentwicklung der Telemedizin

 

Es mag auf den ersten Blick verwunderlich erscheinen, dass 5G-Mobilfunknetzwerke die notmedizinische Versorgung verbessern und Leben retten. Die neueste Generation im Mobilfunk verspricht höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenz, wodurch schnelle, qualitativ hochwertige Videoverbindungen ermöglicht werden. Das ist ideal zum Streamen von Videos und Herunterladen von Gaming-Apps. Aber was hat all das mit Herzinfarkten, Notrufen und anderen medizinischen Notfällen zu tun?

Eine ganze Menge.

Betrachten wir einige Statistiken: Herzkreislauferkrankungen sind in Europa für 3,9 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. In den Vereinigten Staaten ist ein Viertel der Todesfälle auf eine Herzerkrankung zurückzuführen und über 700.000 Amerikaner erleiden jährlich einen Herzinfarkt. Diese Notfälle sind der häufigste Grund für Rettungseinsätze und das Aufsuchen der Notfallabteilungen.

Und genau hier kommt 5G ins Spiel. Schnellere Verbindungen ermöglichen schnelle und hochauflösende Videogespräche, sodass Gesundheitspersonal die Lage von Notfallpatienten per Video beurteilen kann, bevor Hilfe am Notfallort eintrifft. Dabei können vor Ort befindliche Personen zur Veranlassung der notwendigen Behandlung angewiesen werden. Wenn das medizinische Personal dann eintrifft, kann es eine Videokonferenz mit dem Krankenhaus, der Abteilung oder einem Spezialisten starten, um vor Ort oder während des Krankentransports genaue Behandlungsanweisungen zu erhalten. 

Der Spezialist am anderen Ende der Videoverbindung kann den Zustand von Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten während des Transports überprüfen, bei der Triage unterstützen und Rettungen an das geeignetste Krankenhaus verweisen, in dem der Notfall am schnellsten behandelt werden kann. Durch das Zusammenwirken der neuen 5G-Technologie und der Telemedizin sind so bessere Ergebnisse für Patienten erzielbar, als das bisher der Fall war. 

„5G-Telemedizin“ ist noch nicht sehr verbreitet, da ja 5G selbst noch nicht flächendeckend verfügbar ist. Aber erste Ergebnisse lassen hoffen. Von der Ausweitung der Möglichkeiten von 5G-Video und 5G-Gesundheitsvorsorge werden Notfallpatienten am meisten profitieren. Und dass dadurch Leben gerettet werden, steht außer Frage.

Was ist 5G und wie verbessert es die Telemedizin?

In den letzten paar Jahren haben sich alle großen US-amerikanischen Netzwerkanbieter auf den Ausbau des Mobilfunknetzwerks der fünften Generation konzentriert. Wenn sie dabei auch verschiedene Implementierungsansätze verfolgen, so haben Sie sich doch auf gemeinsame Standards geeignet. Im Wesentlichen bietet ein 5G-Netzwerk folgendes:

  • Höhere Geschwindigkeiten: Gemäß 5G-Spezifikation sind für den Download mindestens 20 Gbps und für den Upload mindestens 10 Gbps pro Funkzelle zu erwarten. Diese Datenraten teilen sich alle Benutzer einer jeweiligen Station zu einem beliebigen Zeitpunkt. Die Übertragungsrate für individuelle Benutzer fällt dementsprechend geringer aus, etwa zwei Gbps, was immer noch äußerst schnell ist.

  • Geringere Latenz: Eine schnelle Reaktionsfähigkeit war eine zentrale Erfordernis bei 4G, um den Einsatz von Apps wie Uber und Snapchat zu ermöglichen. Es war aber immer noch eine geringe Verzögerung zwischen dem Senden und dem Empfang einer Nachricht vorhanden. Bei 5G liegt die Latenz nahezu bei 0 – das Senden der Nachricht und der Empfang durch den Netzwerkmasten geschehen beinahe zeitgleich. 

  • Höhere Verbindungsdichte: Ein wichtiger Faktor bei 5G ist die Fähigkeit, Milliarden von Geräten zu unterstützen – Sensoren, Wearables und all die anderen Smart-Geräte, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen und eine Verbindung mit dem Internet erfordern. Die 5G-Spezifikation unterstützt eine Million verbundener Geräte pro Quadratkilometer.

Diese Eigenschaften sind grundlegend für die Telemedizin, insbesondere die Notfallanwendungen. In 5G-Netzwerken können Ärzte Patienten standortfern behandeln, und zwar von praktisch jedem Ort aus und ohne Verzögerungen und Unterbrechungen. Ein klarere, detailreichere Videoqualität ermöglichte eine genauere Gesundheitsbewertung und eine gezieltere Frühbehandlung, selbst wenn der Patient im Krankenwagen unterwegs ist. 

Lebensrettung vor der Einlieferung im Krankenhaus dank 5G-Telemedizin

Eine Studie zu akuten Schlaganfällen und Herzinfarkten hat ergeben, dass bei einem Drittel aller Rettungstransporte zum Krankenhaus die empfohlene Transferzeit von 15 Minuten überschritten wird. Eine längere Fahrtzeit verursacht eine höhere Mortalität und eine höhere Wahrscheinlichkeit bleibender Gesundheitsschäden. 

Die 5G-Telemedizin hat das Potenzial, die Notfallmedizin wesentlich zu verbessern, denn sie ermöglicht es Ersthelfern unter Anleitung von spezialisierten Chirurgen und Diagnostikern effizientere Maßnahmen zur Lebensrettung zu setzen, bevor der Patient noch das Krankenhaus erreicht.

Eines der Unternehmen, das solche Dienstleistungen anbietet, ist das englische Startup Visionable. Die Firma ist auf Videokonferenzen für den Gesundheitssektor spezialisiert und führt Tests zu 5G-basiertem Videostreaming in Rettungswägen durch. Visionable arbeitet mit Rettungsdiensten im Osten Londons zusammen und unterstützt Ersthelfer dabei, eine bessere, umfassendere Betreuung akuter Schlaganfallpatienten bereitzustellen. Durch die Zusammenarbeit der Dienste von Visionable und der Rettungen konnten bisher bereits über 3.200 Menschenleben gerettet werden.

Telemedizinische Dienste wie dieser helfen auch dabei, eine Überlastung der Spitäler zu vermeiden, da sichergestellt wird, dass nur kritische Fälle in die Notaufnahme gelangen. Ein derartiger Ansatz wird auch in Australien vom Notfallteam für ältere Patienten der Gesundheitsbehörden im Norden Sydneys getestet. 

Das Personal an vier Seniorenheimen ist mit iPads ausgestattet, die für die Triage von Patienten vor dem Transport ins Krankenhaus verwendet werden. Ein Team an medizinischen Spezialisten, darunter ein Experte für Geriatrie und ein Berater für klinische Pflege, führen eine schnelle Diagnose der Patienten durch. Sie empfehlen dann einen Behandlungsplan oder die Überstellung ins Krankenhaus. Durch die per Videoschaltung durchgeführte Patientenbeurteilung konnte der Krankenhausaufenthalt in etwa 83 % der Fälle vermieden werden. 

Dies sind zwei Beispiele für das Potenzial von 5G, Telemedizin zu vereinfachen und mobiler zu gestalten. Die Fähigkeit zur schnellen Diagnose und Triage verbessert die Gesundheitsergebnisse und erspart nicht kritischen Patienten den Klinikaufenthalt. 

Fortschritte in der 5G-Telemedizin

5G wird sich mit Sicherheit in eine disruptive Technologie entwickeln, wenn leistungsstärkere Mobilfunknetzwerke und verbesserte Videotechnologien zum Standard werden. In beiden Bereichen werden bereits große Fortschritte erzielt. Telekommunikationsunternehmen bauen das 5G-Netz auf der ganzen Welt aus, was dazu beiträgt, dass Telemedizin für mehr Menschen zu einer realistischen Option wird, auch in schlecht erschlossenen und ländlichen Gebieten.

Und die Bereitstellung von Videokonferenz-Ausrüstung ist nunmehr ein geringeres Hindernis für eine breite Einführung, da die Technologie ständig besser als auch erschwinglicher wird. Logitech bietet z. B. 4K-Webcams an, die kristallklares Audio und Video liefern und das zu einem Preis, der unter dem für einen Arztbesuch liegt. Die hohe Qualität ermöglicht es medizinischem Personal, bestimmte Erkrankungen aus der Ferne zu diagnostizieren, Gespräche mit Patienten zu führen, die sich wie ein Termin vor Ort anfühlen, und ohne Risiken ein geeignetes Medikament oder Mittel zu verschreiben.

Logitech-Lösungen für den Gesundheitsbereich erweitern den Zugang zu Behandlungen auch auf andere Weise, etwa durch Videotechnologie für:

  • Patientenüberwachung

  • Mobile Wagen und Telemedizin-Kits

  • Schulungen und Weiterbildungen für medizinisches Personal und Ärzte

  • Videokonferenzräume für Mitarbeiter in der Verwaltung

Mit der neuen, qualitativ hochwertigen und erschwinglichen Videokonferenztechnologie und dem Ausbau von 5G-Netzen scheinen wir an der Schwelle zu einer weit verbreiteten Nutzung der Telemedizin zu stehen. Die 5G-Telemedizin ist für viele Patienten wortwörtlich eine lebenswichtige Technologie.

 

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