Einrichten eines Raums für Video-Meetings

BEST PRACTICES

BILDSCHIRM

EIN, ZWEI ODER MEHRERE BILDSCHIRM(E)

Kleine Konferenzräume und Räume mit begrenztem Platz sind durch einen einzelnen Flachbildschirm ausreichend ausgestattet. Wenn genügend Platz für einen weiteren Bildschirm vorhanden ist, kann ein Bildschirm zum Darstellen der zugeschalteten Konferenzteilnehmer und der andere Bildschirm zum Darstellen der geteilten Inhalte verwendet werden. Dies ist besonders in größeren Räumen nützlich, da so auch die Konferenzteilnehmer, die sich am weitesten von den Bildschirmen weg befinden, die geteilten Inhalte problemlos sehen können.

 

Der Einsatz von zwei Bildschirmen bietet auch den zusätzlichen Vorteil, dass die PTZ-Kamera auf Augenhöhe zwischen den beiden Bildschirmen positioniert werden kann. Wenn nur ein Bildschirm verwendet wird, dann ist die Kamera normalerweise unterhalb oder oberhalb des Bildschirms angebracht.

BILDSCHIRMGRÖSSE

Im Idealfall ist der Bildschirm groß genug, damit jeder Konferenzteilnehmer die Bildschirmdarstellung der präsentierten Inhalte problemlos sehen kann. Dabei sollte die Größe des Bildschirms in einem angemessenen Verhältnis zur Größe des Konferenztisches und der Gesamtgröße des Konferenzraums stehen. Bei optimaler Darstellung können sowohl Kamera- als auch Inhaltsvideo in einer Auflösung und einer Größe angezeigt werden, bei der sogar Text lesbar ist. Um die optimale Bildschirmgröße zu bestimmen, messen Sie den Abstand zwischen der Wand, an der der Bildschirm montiert werden soll, und der am weitesten entfernten Sitzposition. Teilen Sie den Abstand zur am weitesten entfernten Position durch 4, um die empfohlene Mindesthöhe des Bildschirms zu erhalten. Wenn Sie die Bildschirmhöhe mit 1,8 multiplizieren, erhalten Sie die diagonale Größe. Dieser Wert wird als Bildschirmgröße angegeben. In manchen Fällen ist ein größerer Bildschirm besser geeignet und hier ist es eventuell angebracht, nach eigenem Ermessen zu entscheiden. Die oben aufgeführte Methode sollte jedoch durchgehend gute Ergebnisse liefern.

 

MONTAGEMÖGLICHKEITEN

Wählen Sie eine Montagemöglichkeit aus, die für die gegebenen Bedingungen und Raumverhältnisse des jeweiligen Konferenzraums geeignet ist. Eine gängige Wahl für größere Konferenzräume ist das Anbringen des Bildschirms bzw. der Bildschirme an einer Wand. Dies sorgt für ein professionelles Erscheinungsbild und bessere Sichtbarkeit für jede am Tisch sitzende Person.

Wenn ein einzelner Bildschirm an einer Wand angebracht ist, dann sollte der Bildschirm so ausgerichtet sein, dass sich die Mitte des Bildschirms in der Mitte der Wand und auf einer Linie mit der Mitte des Konferenztisches befindet. Einrichtungen mit zwei Bildschirmen können entweder horizontal oder vertikal ausgerichtet sein. Für horizontale Einrichtungen müssen die Bildschirme so platziert werden, dass sich die Mitte des Konferenztisches auf einer Linie mit der Mitte des Zwischenraums zwischen den beiden Bildschirmen befindet. Für vertikale Einrichtungen sollten dieselben Regeln wie für Einrichtungen mit einem einzelnen Bildschirm befolgt werden.

Berücksichtigen Sie bei der Positionierung von Bildschirmen die Position der Kamera. Wenn die Kamera zu hoch oder zu niedrig installiert ist, werden die Personen im Raum nicht optimal dargestellt. Ebenso können zu weit, zu hoch oder zu niedrig positionierte Bildschirme eine unnatürliche Perspektive für Remote-Teilnehmer erzeugen, wenn die Personen im Raum auf die Bildschirme blicken. Die optimale Position für Kamera und Bildschirme ist diejenige, die einen entspannten, natürlichen Blickkontakt zwischen allen Meeting-Teilnehmern optimal ermöglicht.

Wenn eine einzelne Person angerufen wird, sollte sich ihr Kopf im oberen Drittel des Bildes befinden. Aus diesem Grund bietet die Montage der Kamera über dem Bildschirm ein natürlicheres Erlebnis für diese Art von Gespräch. Wenn sich auf der anderen Seite eine Gruppe von Personen befindet, nehmen die Teilnehmer wahrscheinlich den größten Teil des Bildschirms oder den gesamten Bildschirm in Anspruch. In diesem Fall erhalten Sie mit einer Montage über oder unter dem Bildschirm annähernd dasselbe Ergebnis. Beachten Sie grundsätzlich, dass Sie das beste Ergebnis erzielen, wenn Sie die Kamera möglichst auf Augenhöhe positionieren. Die Augenhöhe bezieht sich auf die Bestuhlung im Raum, bei Standardbestuhlung ist dies jedoch durchschnittlich 116-127 cm. Beachten Sie daher bei der Montage der Kamera unterhalb des Bildschirms, dass dieser entsprechend höher angebracht werden muss. Ob dies in einem Raum funktioniert, hängt von den ästhetischen Wünschen des Benutzers für den Raum ab. Wenn Sie die Kamera über dem Bildschirm montieren, sollte sich die Unterkante des Bildschirms so nahe wie möglich an der Tischoberfläche befinden. In den meisten Fällen befindet sich die Oberfläche eines Standardkonferenztischs in einer Höhe von 76 cm. Die Kamera muss dadurch meist oberhalb der Augenhöhe angebracht werden, dies ist jedoch möglicherweise die bestmögliche Lösung.

 

GESTELLE 

Fahrbare Gestelle können die Mobilität und Flexibilität von Videokonferenzen verbessern. Auf einem fahrbaren Gestell können Sie ein komplettes System anbringen und ins Freie oder in verschiedene Räume bringen, wobei außer einem Netzkabel und einem Netzwerkanschluss keine externen Verbindungen nötig sind. Stationäre Gestelle können sich in Räumen anbieten, in denen es unpraktisch oder nicht möglich ist, Bildschirme und andere Geräte dauerhaft zu installieren. Ob mobil oder stationär, ein geeignetes Gestell muss zuverlässige Montagemöglichkeiten, Kabelführung und ein robustes, funktionales Design bieten.

Suchen Sie nach einer Lösung mit optionalen Halterungen und einfachen Montagevorrichtungen für Kamera, Computer, Lautsprecher, Konferenzraum-Controller, Steckdosenleiste und anderes Zubehör. Beispielsweise bietet der Heckler AV Cart eine optionale Halterung für MeetUp, mit der Sie das Gerät direkt am Gestell anbringen können, wobei Kabelführung und übersichtliche Ästhetik erhalten bleiben.

Heckler Design bietet ein AV Cart mit optionaler Halterung für Logitech MeetUp an

 

AV-Gestelle sind für Einzel- oder Doppelbildschirme mit Aufbewahrung von Zubehör und Montage von Geräten wie Computern erhältlich. Achten Sie beim Installieren von Komponenten, die während des Betriebs Wärme erzeugen, wie z. B. einem Computer, auf ausreichende Belüftung. Berücksichtigen Sie beim dauerhaften Einsatz eines AV-Gestells in einem Raum auch die Form der Beine und Rollen, um eine problemlose Bewegung im Konferenzraum zu gewährleisten. Möglicherweise sind auch Vorrichtungen sinnvoll, mit denen die Ausrüstung am Gestell gesichert werden kann, z. B. Kensington-Schlösser und optionale Schlösser für Schubladen und Türen.

 

EINSTELLUNGEN

Die Bildschirmeinstellungen beeinflussen wichtige Aspekte der Bildschirmdarstellung von Video-Inhalten. Zu diesen Einstellungen gehören Bildschirmauflösung, Farbsättigung und Helligkeit/Kontrast. Sie sollten die Einstellungen während der Installation überprüfen und bei Bedarf anpassen. Erledigen Sie dies, bevor Sie das erste Live-Video-Meeting halten. Bei Bildschirmen sind normalerweise standardmäßig zahlreiche Einstellungen verfügbar, die Video und Audio nach Möglichkeit für das Fernsehen optimieren. Diese Einstellungen sollten deaktiviert oder, falls dies nicht möglich ist, auf die niedrigste Stufe eingestellt werden, um die bestmögliche Leistung von Video und Audio zu gewährleisten. Wenn eine Videoeinstellung mit der Bezeichnung „Game Modus“ vorhanden ist, bietet diese normalerweise die beste Leistung für Videoeinstellungen mit der geringsten Verarbeitungsrate.

 

INTERAKTIVE DISPLAYS 

Interaktive Displays sind Videobildschirme mit Touchscreen-Funktion. In Raumlayouts, die die für die Zusammenarbeit an der Frontseite des Raums zum Brainstorming und für die Verwendung von Whiteboards konzipiert sind, ist ein interaktives Display hilfreich: Benutzer können ihre Notizen, Illustrationen und andere Arbeiten digitalisieren, um besser in Echtzeit zusammenzuarbeiten und ihre Arbeit zum späteren Abruf zu speichern.

Ein videoaktiviertes interaktives Display kann sowohl für die Zusammenarbeit innerhalb des Raums als auch für Videokonferenzen mit Remote-Teilnehmern verwendet werden. Mehrere Cloud-basierte Videokonferenzplattformen unterstützen interaktive Displays für Anmerkungen in Echtzeit und gemeinsam genutzte Inhalte oder sogar als Meeting-Controller. Bei Zoom-Räumen können Benutzer beispielsweise durch einfache Berührung des Bildschirms problemlos den Inhalten der Konferenz Anmerkungen hinzufügen, darin zeichnen, sie hervorheben, löschen und in der Zoom-Cloud speichern.

KAMERA

Das Kernstück jedes ConferenceCam-Systems ist die Kamera selbst. Die Kamera sollte in optimaler Höhe und Entfernung sowie im optimalen Betrachtungswinkel positioniert werden, um jede Person im Raum erfassen zu können.

Das Sichtfeld (FOV) definiert den horizontalen Erfassungsradius des Kameraobjektivs. Diese Produkteigenschaft unterscheidet sich bei den einzelnen Videokonferenzlösungen von Logitech wie folgt:

Das FOV jedes Logitech Objektivs ist für eine optimale Leistung in der vorgesehenen Umgebung konzipiert. Beispielsweise ist das extrem weite, verzerrungsarme 120° (diagonal) Sichtfeld von MeetUp ideal für Gruppenräume, in denen Personen relativ nahe am Bildschirm und an der Kamera sitzen.

 

WINKEL

Die ideale Kameraposition ist auf Augenhöhe, da dies die natürlichste Ausrichtung für die Zusammenarbeit von Angesicht zu Angesicht bietet. Die Qualität der visuellen Darstellung kann gemindert werden, wenn eine Kamera zu hoch (oder zu niedrig) in Relation zu den Konferenzteilnehmern positioniert ist.

Eine Kameraposition auf Augenhöhe ist möglicherweise schwierig umzusetzen, wenn nur ein Bildschirm verwendet wird und die Kamera genau oberhalb oder genau unterhalb des Bildschirms positioniert werden muss. Zur Lösung dieses Problems sind alle Logitech ConferenceCams mit einer motorisierten Schwenk- und Neige-Funktion ausgestattet, um den Erfassungswinkel der Kamera besser einrichten und anpassen zu können.

 

ENTFERNUNG

Zum optimalen Ausnutzen des Sichtfelds der Kamera, sodass alle Teilnehmer im Bild sind, ist eine bestimmte Entfernung erforderlich. Wie in den Diagrammen weiter unten gezeigt, besteht der Trick darin, alle Sitzgelegenheiten so zu positionieren, dass die Kamera ihr volles Potential ausschöpfen kann. Konferenztische, bei denen ein Tischende breiter ist als das Tischende auf der gegenüberliegenden Seite (also eine Form wie ein Dreieck oder Trapez), sind hilfreich, um zusätzliche Personen mit dem Sichtfeld der Kamera erfassen zu können.

Klang

Für eine erfolgreiche Videokonferenz ist neben hervorragendem Video auch hochverständliches Audio von entscheidender Bedeutung. Jede Videokonferenzlösung von Logitech gewährleistet beides.

MeetUp, Connect und BCC950 sind All-in-One-Systeme, die sowohl einen Lautsprecher als auch Mikrofone umfassen. MeetUp bietet einen standardmäßigen 8’-Radius, der mithilfe eines Zusatzmikrofons um einen zusätzlichen 3’-Radius von der Position des Zusatzmikrofons aus erweitert werden kann. Connect bietet eine um 50 % breitflächigere Reichweite mit einem 6’-Radius. BCC 950 verfügt über eine omnidirektionale Freisprecheinrichtung mit einer 4’-Radius-Mikrofonreichweite.

GROUP ermöglicht den Konferenzteilnehmern Gespräche in einem Radius von 3 m (10') um die Freisprecheinrichtung herum, und diese sind für die zugeschalteten Teilnehmern so deutlich hörbar, als ob sie im selben Raum stattfinden würden. Die optionalen Zusatzmikrofone erweitern den Gesprächsbereich von 20’ auf 28’, sodass jede Person, die sich von der Freisprecheinrichtung weiter weg befindet, deutlich verstanden werden kann.

Rally bietet maximale Audioleistung und Flexibilität mit individuellen Mikrofonen, die einen bemerkenswert klaren und natürlichen Klang bei Gesprächen erzeugen. Jedes Mikrofon enthält mehrere Beamforming-Elemente und RightSound™ Technologie, die sich auf den jeweils aktiven Sprecher ausrichtet und akustische Störungen automatisch eliminiert. Bis zu sieben Mikrofone ermöglichen zusammen eine einheitliche Audioerfassung für alle Sitzplätze in größeren Konferenzräumen.

 

PLATZIEREN DES MIKROFONS

Das BCC950 weist eine Audioreichweite mit 4' Radius auf und bietet damit bis zu vier Benutzern ein optimales Audioerlebnis, wenn sie in der Nähe des All-in-One-Geräts sitzen. Connect bietet optimale Audioergebnisse für 1–6 Konferenzteilnehmer, die in einem Radius von 6' um das Gerät sitzen.

MeetUp verfügt über drei Beamforming-Mikrofone mit einem 8’-Radius, die Geräusche aus der Richtung erfassen, in die sie ausgerichtet sind. MeetUp kann keine Geräusche hinter den Mikrofonen erfassen, die Mikrofone müssen also auf die Personen im Konferenzraum ausgerichtet werden. Das optionale omnidirektionale Zusatzmikrofon ermöglicht eine Reichweite von 1 m (3') Radius von seiner Position aus.

GROUP verfügt über eine Vollduplex-Freisprecheinrichtung, die mit vier omnidirektionalen Mikrofonen ein 360-Grad-Audioerlebnis von der Tischmitte aus bietet. Die Beamforming-Technologie ermöglicht die Fokussierung auf Sprache in einem Radius von 3 m (10') [oder 8,5 m (28') mit optionalen Erweiterungsmikrofonen].

Jedes Rally Mikrofon bietet außergewöhnliche Gesprächsqualität in einem Radius von 7,5' und kann bis zu 10 Personen versorgen.  Zusätzliche Mikrofone lassen sich mühelos hinzufügen, um die Audioreichweite zu vergrößern, und geben bequem Zugang zu den Bedienelementen für die Stummschaltung.

UNTERSTÜTZUNG UNTERSCHIEDLICHER KLANGVERHÄLTNISSE

Jeder physische Raum hat unabhängig von der Qualität eines hochwertigen Audiosystems seine eigenen akustischen Eigenschaften, von denen viele beeinflusst werden können. Die Art der für den Raum verwendeten Baumaterialien sowie die Möbel haben den größten Einfluss auf die Raumakustik. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Räume mit stark reflektierenden Oberflächen wie Metall, Stein, Glas oder ähnlichen harten Materialien. Diese Materialien tendieren dazu, Schallreflexionen zu verstärken, was die Audioqualität beeinträchtigt. Durch Glasfenster können Außengeräusche eindringen und Personen im Raum und auf der anderen Seite des Anrufs ablenken.

Akustik-Deckenplatten können bei der Schalldämmung und Reduzierung von Nachhall und Widerhall helfen. Akustik-Decken, die von der Decke hängen, sind eine wirksame Alternative.

Teppichboden ist ein idealer Bodenbelag, da er eine gute Schallabsorption bietet. Im Allgemeinen gewährleisten weiche und edle Materialien die beste Schallisolierung.

Akustikplatten können verwendet werden, um Schall zu absorbieren und unerwünschte Reflexionen zu reduzieren. Grundsätzlich gilt: Je mehr Fläche abgedeckt ist, desto besser. Erhöhen Sie die Schalldämpfung von Akustikplatten mit Bassfallen in den Ecken des Raums für noch bessere Ergebnisse bei Problemen mit tiefen Frequenzen.