4 SCHRITTE FÜR DIE ENTWICKLUNG BESSERER GEWOHNHEITEN

von Olivier Girard, Spezialist für Ergonomie und Haltungstherapie, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Logitech Ergo Lab

Es ist schwer, sein Verhalten zu ändern – und noch schwerer, es durchzuhalten. Hier sind einige bewährte Strategien für dauerhafte Verhaltensänderungen.

Zeichnen auf dem Tablet mit einem digitalen Stift

 WOHLFÜHL-TIPP 1 

RICHTEN SIE IHRE ANTENNE NEU AUS – UND SCHÄRFEN SIE IHR BEWUSSTSEIN

Erhöhen Sie Ihre Aufmerksamkeit: Sie können nichts ändern, was Sie nicht bemerken. Jede Verhaltensänderung beginnt damit, dass Sie sich bewusst über Ihr Verhalten werden. Erst dann können Sie es ändern.

 WOHLFÜHL-TIPP 2 

MACHEN SIE KLEINE SCHRITTE

Es ist schwierig, mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen und kaum jemand kann sich über Nacht komplett umstellen. Denken Sie daran: Steter Tropfen höhlt den Stein. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihre Gewohnheiten nicht grundlegend ändern können. Wenn Sie kleine Veränderungen erzielen, werden Sie motiviert, noch mehr zu erreichen. Alle weiten Sprünge beginnen mit einem kleinen Schritt.

 WOHLFÜHL-TIPP 3 

GUTE GEWOHNHEITEN SIND VON DAUER

Verbinden Sie Ihre Verhaltensänderung mit einer täglichen Gewohnheit, die Sie bereits haben. Wenn Sie beispielsweise auf Milchprodukte verzichten möchten, nehmen Sie jeden Morgen ein laktosefreies Produkt statt Milch für Ihren Kaffee. Schon dieser kleine Erfolg am Beginn des Tages kann viel bewirken. Oder wenn Sie mehr Sport treiben möchten, verlegen Sie das Workout in Ihre Mittagspause. Auf diese Weise müssen Sie nicht Ihren ganzen Tagesablauf umkrempeln, um Ihre Ziele zu erreichen. In kurzer Zeit wird Ihre Verhaltensänderung zur Gewohnheit – und wir alle wissen, wie schwer es ist, diese wieder abzulegen.

 WOHLFÜHL-TIPP 4 

Rücken Sie Ihren Schreibtisch in den Mittelpunkt

Nehmen Sie sich immer Zeit, um Ihre Arbeitsumgebung (insbesondere Ihren Stuhl) Ihren Bedürfnissen anzupassen, insbesondere wenn Sie zu Hause oder im Büro einen Schreibtisch und Stuhl verwenden, an den Sie nicht gewöhnt sind. Mit den falschen Einstellungen belastet das stundenlange Sitzen vor dem Bildschirm Ihre Muskeln und Gelenke. Ein gut angepasster Arbeitsbereich hilft Ihnen auch dabei, eine gesündere Haltung einzunehmen.

Setzen Sie sich nur hin, wenn es unbedingt nötig ist – führen Sie z. B. Telefonate oder Gespräche mit Kollegen im Stehen. Vermeiden Sie Aktivitäten im Sitzen, bei denen Sie nicht auf den Bildschirm schauen. Wenn Sie aufstehen und sich bewegen, erhalten Sie auch die wertvollen Pausen, die die Konzentration erhöhen, wenn Sie wirklich sitzen und Aufgaben erledigen müssen. 

Versuchen Sie, möglichst wenig per E-Mail zu kommunizieren. Viele Angelegenheiten können einfach persönlich oder telefonisch geregelt oder besprochen werden. Dies ist eine gute Methode, um die Bildschirmzeit zu verkürzen. Sprechen statt E-Mail-Schreiben hilft auch oft, Missverständnisse zu vermeiden. Wenn Sie wirklich eine Bestätigung schicken müssen, senden Sie einfach eine kurze Zusammenfassung per E-Mail. 

Und nicht zuletzt: Versuchen Sie, Mobilgeräte nur für dringende Aufgaben und Dienstprogramme zu nutzen – und erledigen Sie den Großteil Ihrer Arbeit an einer gut angepassten Desktop-Workstation. Wenn Sie den Hals zu stark strecken, um auf Ihr Telefon zu schauen, kann dies mit der Zeit zu Schäden im Nacken- und Schulterbereich führen.

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