Weltweit und über Disziplinen hinweg

Zwei Führungskräfte kommen für die Gleichstellung in MINT zusammen.

Weltweit und über Disziplinen hinweg

Zwei Führungskräfte kommen für die Gleichstellung in MINT zusammen.

Die Logitech MX #WomenWhoMaster Serie beschäftigt sich mit zwei Führungspersönlichkeiten, die Interesse an MINT entwickelt und daraus Fortschritte für eine bessere Welt erarbeitet haben. Maschinenbauingenieurin Lavanya Jawaharlal wuchs in den USA auf, wo sie heute als Präsidentin und Mitbegründerin von STEM Center USA, eines Unternehmens für Training im Technologiebereich, tätig ist. In der Schweiz hat Nadia Fischer ihre langjährige Leidenschaft für die Softwareentwicklung um Kenntnisse über Sprach-KI ergänzt und Witty entwickelt, eine App, die Mitarbeiter zu integrativer Sprache anleitet, während sie schreiben. Gemeinsam bemühen sich die beiden Unternehmerinnen, Hindernisse bei Ausbildung und Berufschancen im MINT-Bereich auszuräumen, damit alle Menschen Gelegenheit erhalten, sich mitzuteilen und in ihrer Gesellschaft zum Fortschritt beizutragen.

  

Lavanya Jawaharlal in einem Podcast

F: Nun, da Sie diesen Prozess selbst hinter sich haben, haben Sie einen Ratschlag für junge Frauen, die daran interessiert sind, eigene Unternehmen zu gründen?

Lavanya Jawaharlal: Ich höre oft Leute, die Unternehmern sagen, sie sollen alles genau planen. Aber wenn ich mit Inhabern kleiner Unternehmen spreche und wenn ich an meine eigene Erfahrung denke, kristallisiert als bester Tipp heraus: Wenn Sie eine Idee haben, für die Sie Leidenschaft empfinden, sollten Sie sich an die Arbeit machen und sie umsetzen. Warten Sie nicht, bis alles perfekt sitzt, denn das wird nie passieren.

Es wird immer einen Grund geben, warum man eine Idee nicht weiterverfolgen sollte. Ob in den Bereichen Finanzierung, Logistik oder etwas Anderem: Unsicherheit gibt es immer. Wenn man eine Idee hat, wenn man mit Leidenschaft dabei ist, dann sollte man sie umsetzen.

F: Fantastisch. Stellen Sie sich vor, wir schreiben das Jahr 2100 und die Enkelin einer Ihrer Schülerinnen am STEM Center verfolgt die gleiche Karriere wie Sie. Wie soll ihre Karriere oder Zukunft aussehen?

Lavanya Jawaharlal: Ich hoffe, dass sie gleichberechtigten Zugang zu Bildung haben. Ich erinnere mich, dass ich mich im Ingenieursunterricht am College umsah und einen Raum voller Männer sah, sehr wenige Frauen und noch weniger Women of Color. Und das hat seine Wurzeln in Erfahrungen, die lange vor dem Studium gemacht werden. Ich hoffe, dass die Schülerinnen und Schüler im 22. Jahrhundert auf ein System treffen, das auf den Grundwerten einer gleichberechtigten Bildung für alle und einer Bildung, die ihren Bedürfnissen gerecht wird, aufgebaut ist.

Unsere Arbeit, die wir heute schon früh für eine gerechte Bildung für Schülerinnen leisten, wird in Zukunft zehnfach Frucht tragen. Und ich hoffe, dass wir bis 2100 die Ergebnisse dieser Arbeit sehen werden.

Nadia Fischer Porträt

So wie Lavanya nach ihrem Abschluss einen einzigartigen Weg eingeschlagen hat, um das STEM Center USA zu gründen, hat auch Nadia Fischer nach ihrem Studium die Richtung gewechselt, um künstliche Intelligenz auf das Problem der integrativen Sprache in Berufsverbänden anzuwenden.

F: Hatten Sie einen Mentor oder eine bestimmte Person, die Sie ermutigt und unterstützt hat, als Sie den Sprung von einer Karriere im politischen Bereich zu einer Karriere in der Technologiebranche wagten?

Nadia Fischer: Keine bestimmte Person, aber im dritten Unternehmen, bei dem ich gearbeitet habe, haben mich alle sehr unterstützt. Damals war ich wegen meines Berufswechsels noch nicht so weit wie die meisten anderen in meinem Alter, aber alle, mit denen ich zusammenarbeitete, sagten: „Das macht doch nichts. Sie sind ein pragmatischer Mensch, der versucht, Probleme zu lösen, deshalb sind Sie hier richtig.“ Sie haben mich also sehr unterstützt. Ich glaube, während meiner Zeit bei diesem Unternehmen habe ich das Selbstvertrauen gewonnen, um zu glauben, dass ich in der Technologiebranche erfolgreich sein kann. Davor war ich mir immer unsicher: „Bin ich hier richtig? Mache ich das richtig?“ Außerdem gab es dort viele Frauen in technischen Berufen, was hilfreich war. Wir waren da keine Ausnahme, wir waren einfach Profis wie alle anderen auch.

F: Das ist großartig. Was würden Sie als Nächstes als Top-Kompetenzen bezeichnen, die wir der nächsten Generation vermitteln sollten, damit sie in dieser neuen Welt, die sich auftut, erfolgreich sein kann?

Nadia Fischer: Kreativität. Denn es gibt so viele komplexe Probleme und unsere Schulsysteme legen in vielen Fällen zu viel Gewicht darauf, den Stoff auswendig zu lernen, anstatt Lösungen zu erarbeiten. Und Selbstvertrauen.

Wir sollten den Menschen beibringen, dass sie die Fähigkeit haben, Probleme zu lösen. Wir sollten ihnen beibringen, Initiative zu ergreifen und keine Angst vor dem Scheitern zu haben.

Lavanya und Nadia sind Vorreiterinnen auf dem Weg in eine Zukunft, in der MINT-Bildung frei zugänglich ist und MINT-Berufe die geballte Kraft der Ideen von Menschen mit höchst unterschiedlichem Hintergrund nutzen können.

Das vollständige Interview mit Lavanya und Nadia befindet sich hier.

Vernetze dich mit Lavanya auf LinkedIn und Instagram, um mehr darüber zu erfahren, wie sie die MINT-Ausbildung für K-12-Schülerinnen transformiert. Finde Nadia auf LinkedIn und Twitter, um auf dem Laufenden zu bleiben, während sie daran arbeitet, MINT-Möglichkeiten durch Sprache zu erweitern.

Women Who Master stellt Frauen vor, die herausragende Beiträge im MINT-Bereich geleistet haben. Ziel der Reihe ist es, diese Beiträge zu würdigen, künftige Führungskräfte zu inspirieren und dazu beizutragen, die Kluft zwischen den Geschlechtern in der Technologie zu schließen.