Die Welt wird wach

Radhika Yuvraj Iyengar über Frauen als Vorreiterinnen des Wandels in MINT-Berufen

Die Welt wird wach

Radhika Yuvraj Iyengar über Frauen als Vorreiterinnen des Wandels in MINT-Berufen

Radhika Yuvraj Iyengar war schon immer von Mathematik und Naturwissenschaften fasziniert und verwandelt ihre Neugier heute in Einfluss auf diesem Gebiet. Mit „Women in Tech India“ hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich für die nächste Generation von Frauen in MINT-Berufen einzusetzen.

Radhika Yuvraj Iyengar war schon immer von Mathematik und Naturwissenschaften fasziniert und verwandelt ihre Neugier heute in Einfluss auf diesem Gebiet. Mit „Women in Tech India“ hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich für die nächste Generation von Frauen in MINT-Berufen einzusetzen.

Mit 20 Jahren Erfahrung in UX, Daten und IT-Beratung leitet Radhika Yuvraj Iyengar den Bereich Business & Data Analytics bei Credera und ist Leiterin von Women in Tech® India. In unserer Reihe #WomenWhoMaster teilt sie ihre Erfahrungen und ihre Vision für eine inklusivere Zukunft im MINT-Bereich.

  

Eine Familientradition

MINT wurde Radhika gewissermaßen in die Wiege gelegt. Umgeben von ihrer Mutter und ihren Onkeln – alle leidenschaftlich an Mathematik und Naturwissenschaften interessiert – wuchs sie in einem Umfeld auf, das ihre Neugierde förderte.

Radhika Yuvraj

F: Können Sie sich an einen bestimmten Moment erinnern, an dem Sie sich zum ersten Mal für MINT interessiert haben?

Es gab keinen bestimmten Moment – Mathematik und Naturwissenschaften haben mich einfach schon immer fasziniert. Meine Onkel erinnerten mich oft daran, wie ich als Kind älteren Cousins Mathematikaufgaben anschaulich erklärte oder Bücher heranzog, um mich über wissenschaftliche Konzepte zu informieren. Rückblickend denke ich, dass diese Leidenschaft immer schon da war.

F: Ihre Familie war also eine wichtige Quelle der Inspiration?

Ja. Meine Mutter war mein Vorbild. Sie war Akademikerin, unterrichtete Mathematik und Naturwissenschaften, inspirierte mich aber auch bei alltäglichen Aufgaben im Haushalt. Wenn beispielsweise eine Sicherung durchgebrannt war, reparierte sie diese selbst und erklärte mir dabei, warum sie durchgebrannt war und worauf ich bei der Reparatur achten musste. Selbst etwas so Einfaches wie das Ausgießen von Wasser aus einem Ausguss konnte zu einer Lektion über physikalische Prinzipien werden.

Ich wurde ständig daran erinnert, wie sehr Wissenschaft und Mathematik mit meinem Alltag verflochten waren.

Die Onkel, die ich erwähnt habe, waren ebenfalls beteiligt, wenn auch indirekt: Sie ermutigten meine Mutter, mich in MINT-Fächer zu drängen, nachdem sie meine natürliche Affinität für diese Fächer bemerkt hatten.

Mit beiden Beinen in der Gegenwart, bereit für die Zukunft

Radhika ist stolz auf das, was sie jetzt schon erreicht hat – aber ihre Reise ist noch lange nicht zu Ende. Sie lotet weiterhin neue Grenzen aus und inspiriert die nächste Generation von Führungskräften im MINT-Bereich.

F: Erzählen Sie uns von Ihrer Arbeit als Director of Business & Data Analytics bei Credera. Wie sieht Ihr Job aus?

Ich leite die digitale Datenstrategie von Credera India. Dazu gehören die Gestaltung von Vordenkerrollen, die Überwachung von Innovationsprojekten und die Leitung von Lern- und Entwicklungsinitiativen. Mein Team befasst sich mit allen Bereichen, von Datenstrategien und Zertifizierungen in den Bereichen Technik und Design Thinking bis hin zur Entwicklung von Datenlösungen und der Erforschung neuer Technologien – immer mit dem Ziel, einen echten Mehrwert für Kunden zu schaffen und sie auf ihrem individuellen Weg zur digitalen Transformation zu beraten. Aber Lernen ist für mich ein fortwährender Prozess, der nicht unbedingt auf den Unterricht oder das Lernen für eine Prüfung beschränkt ist.

F: Was sind Ihre Ziele für Ihre Rolle als Vorsitzende der indischen Sektion von Women in Tech India?

Weltweit ist es unsere Mission, bis 2030 5 Millionen Frauen und Mädchen zu fördern. In Indien konzentriere ich mich darauf, die lokalen Hindernisse zu verstehen, denen Frauen im Bereich Deep Tech begegnen – sei es in der Wissenschaft, Forschung, Unternehmensführung oder im Unternehmertum. Wir legen den Schwerpunkt auf die Rolle von Frauen in Forschung und Innovation in den Bereichen Gesundheitswesen, Biowissenschaften und grüne Energie aufgrund ihrer weitreichenden Bedeutung und bauen Partnerschaften mit Regierungen, Investoren und globalen Organisationen auf, um robuste Unterstützungssysteme zu schaffen. Das Ziel ist es, ein einheitliches Unterstützungssystem für Frauen in der Technologiebranche in Indien aufzubauen, das Wissen, Finanzmittel, Mentoring und Ressourcen bereitstellt und gleichzeitig internationale Partnerschaften und Handelsmöglichkeiten fördert.

F: Welche Ratschläge können Sie Mädchen und Frauen geben, die heute studieren, um später im MINT-Bereich zu arbeiten?

Wir leben in einem Zeitalter der unendlichen Informationen. Merkt euch die Konzepte nicht bloß – verbindet sie mit dem realen Leben, dann werden euch die Modelle und Algorithmen klarer erscheinen. Seit aufmerksam. Die Fibonacci-Folge wird verständlicher, wenn man sie in den Blütenblättern einer Sonnenblume sieht.

Die wirkungsvollsten MINT-Lösungen entstehen, wenn man über die Theorie hinaus nach Sinn und Zweck sucht.

Und in der heutigen Zeit kann es sowohl einfach als auch schwierig sein, dies zu finden. Darum ist es entscheidend, im Überfluss der Informationen dank menschlicher Urteilsfähigkeit den Überblick zu behalten. Eine Persönlichkeit, die mich schon immer fasziniert hat, ist Leonardo Da Vinci, der die wahre Vernetzung der MINT-Fächer verkörperte und dies in seinen berühmten Zitaten zusammenfasste. Meine Lieblingszitate von ihm sind „Die höchste Form der Raffinesse ist die Einfachheit“ und „Die Natur ist die Quelle allen wahren Wissens“.

Radhika Yuvraj

F: Worauf sind Sie besonders gespannt in Ihrer Karriere oder der Branche insgesamt in den kommenden zehn Jahren?

Ich bin gespannt auf Deep Tech, die transformative Lösungen in den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Bildung vorantreibt und die Lebensqualität für alle verbessert. Wir sollten uns das immense Potenzial von Daten und KI, Nanotechnologie usw. bewusst machen und uns gleichzeitig bewusst auf Ethik, Transparenz und Sicherheit konzentrieren und vehement dafür eintreten. Und Frauen spielen dabei jetzt eine größere Rolle.

Die Welt wird endlich auf Frauen in MINT-Berufen aufmerksam. Ich glaube, dass Frauen eine wichtige Dimension in das Design Thinking einbringen – eine Dimension, die in Ethik und Sinnhaftigkeit verwurzelt ist.

Vernetzen Sie sich mit Radhika auf LinkedIn, erfahren Sie mehr über Credera auf der Website und erkunden Sie das India Chapter von Women in Tech hier erkunden.

Women Who Master stellt Frauen vor, die herausragende Beiträge im MINT-Bereich geleistet haben. Ziel der Reihe ist es, diese Beiträge zu würdigen, künftige Führungskräfte zu inspirieren und dazu beizutragen, die Kluft zwischen den Geschlechtern in der Technologie zu schließen.

#WOMEN­WHOMASTER

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Mit 22 Jahren verwandelte Julie Hanell ihre Leidenschaft für das Erforschen in ein bahnbrechendes Online-Geschäft und stieg in die MINT-Welt ein. Jetzt ist sie Head of Growth bei Lookback und treibt Innovationen in der UX-Forschung voran.

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